An dieser Stelle ist ein Video geplant.
Bis dahin bitten wir euch, den folgenden Text zu lesen.

Das Problem: Klimakiller Straßenverkehr, leere Autos

Straßenverkehr ist in Deutschland inzwischen das Klimaproblem Nummer 2 (nach der Kohleverfeuerung). In allen anderen Bereichen wurde seit 1990 der CO2-Ausstoß deutlich reduziert, auf dem Verkehrssektor nicht. Die Autos fahren heute zwar ein bisschen sparsamer, aber leider auch häufiger.

Durch den PKW-Verkehr in Deutschland werden jährlich knapp 100 Mio t CO2 ausgestoßen. Das entspricht in etwa dem Ausstoß der Kohlekraftwerke, die nach dem aktuellen Beschluss der Kohlekommission bis 2023 stillgelegt werden sollen. 100 Mio t CO2 entsprechen außerdem in etwa der Handlungslücke für das Klimaziel 2020.

In einem PKW sitzen durchschnittlich 1,5 Personen, die restlichen Sitze sind leer. Dafür sind die Straßen voll. Fast überall, wo ein (fast leeres) Auto fährt, fährt unnötigerweise gleichzeitig ein anderes (ebenso leeres) Auto in die gleiche Richtung. Überspitzt gesagt, verfehlen wir also das Klimaziel, weil wir leere Sitze durch die Gegend fahren.

Mehr zum CO2-Thema

Die Lösung: Eine App

Die Idee ist, aus vielen fast leeren Autos wenige volle Autos zu machen. Wir wollen die allgegenwärtige Autolawine in ein hocheffizientes Linienbussystem verwandeln. Oder anders gesagt in digitales Trampen. Das funktioniert wie Trampen, nur bequemer und sicherer. Und die Mitfahrer* beteiligen sich automatisch an den Kosten.

Am besten lässt sich das mit einem Beispiel erklären: 

Michael will zum Einkaufen in die Stadt fahren. Statt ins Auto zu steigen, nimmt er sein Handy und sagt ihm, wo er hin will. Das Handy sagt ihm, dass in 5 Minuten ein Auto kommt und ihn mitnimmt.

Gleichzeitig fährt Karin mit dem Auto auf einer Strecke, die an Michaels Haus vorbeiführt. Sie hat ihr Handy an der Windschutzscheibe und benutzt es wie ein normales Navi. Der kleine Unterschied ist, dass es ihr jetzt sagt, sie soll anhalten und Michael, den die App als zuverlässigen Teilnehmer registriert hat, mitnehmen.

Michael fährt mit bis zur nächsten Abzweigung, wo die beiden in verschiedene Richtungen müssen. Michael steigt in ein anderes Auto um, das ihn dann bis zum Supermarkt fährt, alles vermittelt durch die App. Im Hintergrund läuft ein digitales Bezahlsystem, das eine Fahrtkostenbeteiligung von Michael an Karin überträgt.

Das alles funktioniert vollautomatisch, ohne Organisationsaufwand. Man muss nur dem Handy sagen, wo man hin will, das ist alles. Michael braucht kein Auto und Karin spart Geld.

Mehr zur geplanten App

Das Problem der kritischen Masse

Diese Idee ist nicht neu, sie heißt Dynamic Ridesharing. Sie wurde und wird (bis auf die Sache mit dem Umsteigen) immer wieder versucht, und ist bisher regelmäßig am Problem der kritischen Masse gescheitert.

Nehmen wir einmal an, Sabine ist die Erste, die die App installiert. Sie wird keine Angebote finden und die App enttäuscht wieder löschen.

Erst wenn eine kritische Masse an Teilnehmern* erreicht ist, wird das System attraktiv genug, um mehr Leute anzuziehen.

So ist die Idee zwar in sich schlüssig, aber bisher hat es kein Unternehmen geschafft, die kritische Masse zu erreichen.

Gemeinsam sind wir stark. Mach mit!

Wifaz versteht sich als Bürgerbewegung. Was kein Konzern schafft, schaffen wir, indem wir uns als Bürger zusammenschließen. Wir brauchen viele engagierte Menschen, die die Idee verbreiten. Gemeinsam finanzieren wir die App, gemeinsam verbreiten wir die Idee, gemeinsam treffen wir Entscheidungen.
Wir verzichten auf Investoren und finanzieren die nötige Anschubinvestition durch Spenden. Der Betrieb der Plattform wird im öffentlichen Interesse arbeiten, d.h. er ist ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet. Die Vermittlungsgebühren bleiben moderat. Etwaige Gewinne werden nicht an Privatpersonen ausgeschüttet, sondern gemeinnützig gespendet oder in neue zukunftsweisende Projekte investiert.

So kannst du mitmachen:

  • Erkläre offiziell deinen Willen, dass du als Fahrer* oder Mitfahrer* teilnehmen wirst.
  • Spende einen kleinen Betrag für die Entwicklung der App
  • Verbreite die Idee

Natürlich können wir noch viel mehr Hilfe brauchen, aber diese drei Dinge sind entscheidend für unseren Erfolg und leicht zu machen. Du kannst sie noch heute erledigen.

Lasst uns gemeinsam die kritische Masse sein!

Mitmachen

Politisches

Wem gehört die Mobilität der Zukunft?

Es ist klar, wie das Verkehrssystem in 20 Jahren aussieht:
Mit selbstfahrenden Elektroautos, die per Handy oder Ähnlichem gerufen und mit dem öffentlichen Verkehrssystem verbunden werden, kommt man unkompliziert von A nach B.

Die Frage ist: Wem gehört dann dieses System? Wer verdient an diesem viele Milliarden schweren Markt?

Plattform-Monopole

Für verschiedene andere digitale Märkte (z. B. soziale Medien, Versteigerungen, Warenverkauf) hat sich ein Monopol herausgebildet. Es gibt jeweils eine große Plattform, an der niemand vorbeikommt. Leider wird diese jeweils privat und gewinnorientiert betrieben. Die Konsequenzen sind Gewinne für Großkapitalisten*, undurchschaubare Macht über große Datenmengen und gläserne Teilnehmer*.

Der Markt der Fahrtvermittlung läuft ebenfalls auf ein Monopol hinaus. Man wird immer den größten Vermittler wählen, einfach weil man weiterkommen will. So wird es auf die Dauer nur einen Fahrtvermittler geben. Wenn wir es schaffen, schnell unser Mitfahrsystem zu etablieren, können wir hier eine führende Rolle einnehmen.

Power to the People

Der Markt für Ridesharing ist noch offen. Wir streben an, das vorhersehbare Monopol auf diesem Sektor zu erlangen und im öffentlichen Interesse zu betreiben. Insbesondere sind uns dabei folgende Punkte wichtig:

  • Ein gerechter Mobilitätsmarkt soll erhalten bleiben.

  • Etwaige Gewinne der Plattform werden für das Gemeinwohl verwendet.

  • Transparente Plattform und individueller Datenschutz anstelle von Geschäftsgeheimnissen und gläsernen Nutzern*.

  • Der Betrieb der Plattform unterliegt einer demokratischen Kontrolle. 

Wir sind der Ansicht, dass alle großen digitalen Plattformen solche Anforderungen erfüllen sollten. Wir hoffen, dass ein gelungenes Beispiel dazu führen kann, dies auch in anderen Bereichen durchzusetzen.

Mehr zum Zukunftsmarkt Mobilität